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Ganzheitliche Persönlichkeitsentwicklung
GanzheitlichePersönlichkeitsentwicklung

Zur Ethik bei mepa3

Liebe Klienten,

 

schön, dass Sie sich für unseren Ethik-Leitfaden interessieren. Wir wünschen Ihnen viel Freude und aufschlußreiche Momente bei dieser Lektüre.

 

Menschen zu beraten und zu coachen bringt eine große Verantwortung mit sich, der wir uns außerordentlich bewusst sind. Häufig haben wir tiefe Einblicke in die Psyche unserer Klienten und dadurch oft einen immensen Einfluss auf deren gegenwärtiges und zukünftiges Leben. 

 

Da der weitere Verlauf eines Lebens zumeist auch in irgendeiner Form andere Menschen betrifft, hat unsere Arbeit häufig einen direkten oder indirekten Einfluss auf das weitere Leben anderer Menschen, wie bspw. Angehörige, Partner, Kinder, Freunde oder Kollegen von Klienten. Dieser Einfluss kann von minimal bis riesengroß sein. Wird z.B. die Angststörung eines Klienten behandelt, können die Ergebnisse dieser Behandlung durchaus über den weiteren Verlauf ihrer Ehe, das Verhältnis zu ihren Kindern oder ihre berufliche Zukunft entscheiden. 

 

Grundsätzlich geht es bei dem Thema Ethik darum, die Rechte und das Wohl der uns anvertrauten Person zu respektieren, ihre Individualität, ihre Autonomie sowie Mitentscheidung anzuerkennen und sie durch die anberaumte Behandlung nicht zu Schaden kommen zu lassen. Es geht darum, Verantwortung für unser Handeln als Berater, Coach und Behandler zu erkennen und anzunehmen, sowie ein gesundes Vertrauensverhältnis zwischen Behandler und Klient aufzubauen und zu schützen.
Zugleich geht es um ein konstruktives Verhältnis der Berater, Coaches und Behandler untereinander und dem Erkennen der eigenen gesellschaftlichen Bedeutsamkeit. 

 

Das bedeutet natürlich auch, neben der Einhaltung bestimmter Regeln, dass Berater, Coaches und Behandler sich und ihre Arbeit immer wieder aufs Neue hinterfragen müssen, um sicher zu gehen, dass ihre Arbeit und ihr Verhalten zuverlässig den Grundprinzipien der Branche entspricht.

 

Hier noch zwei Anmerkungen zu diesem Leitfaden:

  • Dieses Skript erhebt in rechtlichen Angelegenheiten keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenden Sie sich bei Fragen und Unklarheiten bitte an die entsprechenden Stellen (zum Beispiel an  mepa3 oder Ihr Gesundheitsamt). Es gilt: Irrtum und Änderungen vorbehalten.
  • Wir verwenden der besseren Lesbarkeit halber die männliche Schreibweise. Die Angaben im Text beziehen sich jedoch stets auf Angehörige beider Geschlechter.

 

Die Leitlinien


1. Berufsbezeichnungen


Eine wichtige Basis für den Aufbau von Vertrauen zwischen Klient und Behandler ist die Transparenz in Bezug auf Qualifikationen und Kompetenzen des Behandlers.
Wir achten darauf, die richtige Berufsbezeichnung entsprechend unserer Qualifikation anzugeben und machen bei unserer Kommunikation nach Außen deutlich, dass wir eigenverantwortlich arbeiten. An dieser Stelle bezeichnen wir eindeutig, dass wir keine Heilversprechen geben, da wir über keine staatlich anerkannte Heilerlaubnis verfügen. Daher werden Sie auf unseren Webseiten auch keine Bezeichnungen finden, die auf einen therapeutischen oder ärztlichen Beruf hinweisen.


2. Fachliche Kompetenz und Weiterbildung


Berater, Coaches und Behandler arbeiten auf Basis unterschiedlichster Methoden.
Ein Behandler muss für sich und seine Klienten sicherstellen, dass er Methoden nur anwendet, wenn er sie in dem Maße, wie es von ihm zu erwarten ist beherrscht und diese jeweils zum Wohle des Klienten gereichen. Kontraindikationen müssen bekannt sein, ebenso muss eingeschätzt werden können, welche Problematiken und Erkrankungen tatsächlich mit der eigenen Methode behandelt werden können. Sollte eine Methode nicht geeignet sein, muss offen und ehrlich die Behandlung abgelehnt werden und ein Kollege empfohlen werden, der für diesen speziellen Fall geeignet ist. Wir sind uns unserer beruflichen Grenzen bewusst, informieren uns regelmäßig über gesetzliche Vorschriften – und halten uns daran. Wir bilden uns stets weiter und nutzen die Möglichkeiten zur Supervision – zu unserem Wohle und dem unserer Klienten. Gleichzeitig vermeiden wir so, „betriebsblind“ zu werden, bleiben mit unseren Behandlungen am Puls der Zeit sowie auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse. Wir sind offen unserem Klienten gegenüber, wenn wir bemerken, dass unsere Behandlung keinen Erfolg zeigt oder in eine Sackgasse läuft. Wir bemühem uns ihm die Problematik unverzüglich und in einer angemessenen und verständlichen Form zu erklären. Möglichst empfehlen wir hier eine anderweitig geeignete Behandlung, zum Beispiel bei einem Facharzt oder in einer Klinik.

 

3. Menschliche Kompetenz


Klienten sind Klienten, unabhängig von Geschlecht, sozialer Schicht, Bildungsgrad oder Religion. Entsprechend respektvoll werden sie bei mepa3 behandelt. Ihre Würde und ihr Selbstbestimmungsrecht werden bei mepa3 uneingeschränkt geachtet. Wird trotzdem ein starkes Unbehagen gegenüber einem Klienten gespürt kann eine Behandlung freundlich und wertschätzend abgelehnt werden. Genauso wie der Klient das Recht hat sich an einen anderen Behandler zu wenden.


4. Behandlungsbetrieb


Während des Praxisbetriebes wird sichergestellt, dass alle Klientengespräche absolut vertraulich ablaufen können. Hausbesuche sind bei Bedarf zulässig, jedoch weder Ferndiagnosen noch -behandlungen, wenn wir unseren Klienten vorher noch nicht persönlich gesehen und genauer kennengelernt haben. Besteht die Notwendigkeit einen Klient in einer Klinik oder in einer Praxis behandeln zu müssen, in der wir nicht angestellt oder regelmäßig tätig sind, werden wir uns im Vorfeld darum kümmern, dass unsere Tätigkeit dort erlaubt ist und dass die Haftung für unsere Behandlung geklärt ist (z.B. durch eine entsprechende Haftpflichtversicherung). Sollten wir einmal längere Zeit verhindert oder abwesend sein, sorgen wir dafür, dass die Versorgung unserer Klienten in ausreichendem Maß gewährleistet ist – zum Beispiel über eine Vertretungsregelung oder durch Kollegen, die wir an unsere Klienten weiterempfehlen können.
 

5. Aufklärungspflicht und Einwilligung in die Behandlung durch den Klienten


Jeder Klient wird in Bezug auf seine Behandlung, besonders zu Kosten, Methoden, Risiken und vermutlicher Dauer (sofern abschätzbar) gut informiert werden und ihr freiwillig zustimmen. Wir wählen die Behandlungen, die für unsere Klienten am effizientesten und kostengünstigsten sind. Sollten wir sehen (oder auch nur vermuten), dass anderweitige Untersuchungen – zum Beispiel bei einem
Allgemeinarzt – notwendig sind, werden wir dies unserem Klienten in jeden Fall umgehend mitteilen und dringend empfehlen. Hat dies keine Wirkung, werden wir bei der Gefahr einer ausbleibenden Gesundung oder gar Gefährdung durch unsere
Behandlung eine weitere Behandlung ablehnen – und dies genau schriftlich in der Klienten-Akte dokumentieren. Im Übrigen ist eine genaue Aktenführung Pflicht. Nicht nur für Streitfälle, sondern auch um für uns als Behandler den Behandlungsverlauf nachvollziehbar zu machen.


6. Ablehnung einer Behandlung


Wir werden aus triftigen Gründen, wie zum Beispiel beim Erkennen eigener Grenzen oder persönlicher Abneigung gegenüber dem Klienten, eine Behandlung ablehnen.
Es bleibt allein die gesetzliche Verpflichtung in Notfällen im Rahmen der ersten Hilfe tätig zu werden.


7. Verschwiegenheit

 

Gemäß § 203 StGB sind Heilbehandler und Sozialberufe zur Schweigepflicht verpflichtet, wenn es um Dinge geht, die uns in Ausübung unseres Berufes anvertraut wurden (es sei denn, dass Gesetz sieht zum Beispiel wegen eines bedrohten Rechtsguts eine Ausnahme vor). Dies gilt auch gegenüber Familienangehörigen der Klienten. Auch wenn wir nach deutschem geltenden Recht keinem Heilberuf angehören, nehmen wir die Schweigepflicht ernst und handeln in ihrem Sinn. Darüber hinaus ist es auch im Rahmen des Datenschutzes untersagt, Kundendaten Unbefugten zugänglich zu machen. Besteht die Notwendigkeit sich mit einem anderen Kollegen oder einem Arzt austauschen zu müssen, muss uns der betreffende Klient vorher schriftlich von unserer Schweigepflicht entbinden. Die Schweigepflicht gilt nicht gegenüber Mitarbeitern, die in die Vorbereitung und Begleitung der Behandlung mit einbezogen sind (z.B. Sprechstundenhilfen, telefonische Servicekräfte). Diese müssen jedoch wiederum über die Einhaltung der Schweigepflicht zu Beginn ihrer Tätigkeit aufgeklärt werden. Anonymisiert dürfen Fälle – zum Beispiel in einer Supervision – gegenüber Dritten angesprochen werden. Es dürfen dabei jedoch keine Rückschlüsse auf den entsprechenden Klienten möglich sein.

 

8. Honorar


Das Honorar wird zu Beginn der Behandlung festgelegt. In Ausnahmefällen können wir aus ethischen oder sozialen Gründen auf unser Honorar teilweise oder ganz verzichten. Honorarerhöhungen während einer laufenden Behandlung sind nur im Rahmen branchenüblicher Anpassungen an die Inflationsrate akzeptabel. Es ist nicht gestattet, dass wir ein Entgelt für die Zuweisung oder Empfehlung von Patienten zahlen oder von Kollegen annehmen.


9. Haftpflicht


Jeder Behandler bei mepa3 ist verpflichtet, sich hinreichend gegen Haftpflichtansprüche aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit zu versichern.

 

10. Abstinenz


Die Beziehung zu unseren Klienten sind professionell gestaltet. Dabei sind wir uns bei mepa3 unserer Verantwortung vollstens bewusst. Das Vertrauensverhältnis, das beide haben, kann von Klienten in Ausnahmefällen jedoch missgedeutet werden.
Wenn der Behandler den Eindruck hat, ein Klient möchte ihn verführen oder möchte eine private Freundschaft aufbauen, hat der Behandler die Aufgabe Distanz zu wahren. Der Klient sollte davon Astand nehmen Annäherungsversuche zu unternehmen. Sollte der Behandler sich bedrängt fühlen oder auch in sich selbst der Professionalität entgegenwirkende Gefühle verspüren, wird interveniert – oder die Behandlung wird abgebrochen. Das Vertrauensverhältnis und ggf. die Verletzlichkeit des Klienten darf zur Befriedigung eigener Bedürfnisse oder zur Erlangung eigener Vorteile nicht ausgesetzt werden. Das betrifft vor allem sexuellen Kontakt. Dieser ist bei Heilbehandlern sogar strafbar! Rein freundschaftliche Beziehung zu Klienten oder auch Behandlungen im Freundes- oder Familienkreis sollten nach Möglichkeit umgangen werden oder es sollten zumindest klare Abgrenzungen geschaffen werden, damit die private Rolle und die Position als Behandler nicht zu sehr ineinander fließen und daraus keine Konflikte entstehen, die durch das Weiterempfehlen des Angehörigen / Bekannten an einen anderen Behandler hätten vermieden werden können. Geschenke von Klienten an den Behandler sollten nicht den Rahmen einer kleinen Aufmerksamkeit überschreiten. Erbschaften, größere Schenkungen etc. werden von allen Behandlern bei mepa3 grundsätzlich abgelehnt.


11. Manipulation


Es vesteht sich von selbst, dass wir nicht das Vertrauen und vielleicht auch die Unwissenheit und Leichtgläubigkeit unserer Klienten oder unsere therapeutischen Fähigkeiten ausnutzen, um den Klienten in irgendeiner Form zu seinen Ungunsten zu manipulieren. Dazu gehören auch unangemessene Versprechungen bezüglich des Heilungserfolges oder Drohungen bei Ablehnung einer Behandlung durch den Klienten.

 

12. Interessenskonflikte


Sollten unsere Klienten Forderungen stellen, die gegen unseren Berufsethos sprechen oder die Würde des Behandlers angreifen, haben wir jederzeit das Recht, die Behandlung abzulehnen.


13. Fremd- und Eigengefährdung (Suizidalität) durch den Klienten


Sollte der Behandler feststellen, dass ein Patient sich selbst (z. B. durch möglichen Suizid) oder andere gefährdet, so muss er Vorkehrungen zur Gefahrenabwehr treffen. Im akuten Fall rufen wir die Polizei oder wenden uns an den psychiatrischen Notdienst unseres Gesundheitsamtes.


14. Beschwerdemanagement


Natürlich hat jeder Klient das Recht, sich zu beschweren, wenn er sich falsch behandelt oder auch benachteiligt fühlt. Wir von mepa3 nehmen das sehr ernst und reagieren konstruktiv nach bestem Wissen und Gewissen.


 

Kontakt und Terminvereinbarung

mepa3
Weißenburgstr. 38
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